Tiere, Energie, Emotionen

Wie deine Energie die deines Tieres beeinflusst

Vor wenigen Tagen habe ich die Disney Neuverfilmung meines Kindheits-Lieblingsfilmes Black Beauty angesehen. An einigen Stellen merkt man zwar, dass die Produzenten eventuell keine Pferdemenschen sind, dennoch hat mich die Message des Filmes in vielen Momenten sehr berührt. Ein sinngemäßes Zitat war „Sie (das Pferd) fühlt, wie es dir geht. Wenn du wütend bist, ist sie auch wütend“.
Wir Menschen tragen unzähligen emotionalen Ballast mit uns herum, Sorgen an die Zukunft etc. Tiere leben hingegen einfach im Jetzt. Durch das enge Zusammenleben mit uns können sie jedoch genau spüren, wie es ihrem Menschen geht.
Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass über 90% der Krankheiten einen psychosomatischen Anteil haben. Über. 90.%. ! Das bedeutet, dass die eigentliche Ursache für viele körperliche Symptome psychischer Natur ist.
Bei unseren Tieren ist es ganz ähnlich. Sie verstehen zwar die Gründe für unsere Ängste, Sorgen und Groll nicht, spüren dennoch sehr wohl die damit einhergehenden negativen Schwingungen und können diese übernehmen. Und auch bei den Tieren führen diese übernommenen Emotionen zu körperlichen Beschwerden. Es wird sogar noch verrückter: viele Menschen und ihre Tiere haben exakt die gleichen Beschwerden auf körperliche Ebene wie ihre Besitzer!
Das bedeutet im Umkehrschluss: nur wenn wir Menschen gesund sind, können auch unsere Tiere genesen und heilen. Das stellt uns Therapeuten häufig vor große (aber nicht unmögliche) Aufgaben.

 

 

Die Macht der Akzeptanz 🧘🏻‍♀️
- Stell dir vor, du könntest Dinge, die du nicht (sofort) ändern kannst, einfach reinen Herzens akzeptieren, wie befreiend wäre das?
Mit Akzeptanz meine ich nicht, Dinge als unwiderruflich veränderbar für immer hinzunehmen. Stattdessen ist gemeint, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie jetzt in diesem Moment sind. Lösungen und Wege zu finden, anstatt in innerliche Abwehr zu gehen.
Schon einmal ausprobiert? Falls nicht lade ich dich dazu ein, das zukünftig mal zu versuchen.
Kleines Beispiel: du hast deine Straßenbahn/ den Bus verpasst, obwohl du gerannt bist ist dir der Fahrer genau vor der Nase weggefahren. Kannst du es ändern? Nein. Du kannst dich zwar schwarz ärgern (ich kann mich an einige dieser Momente in meinem Leben und die entsprechende Stimmung erinnern 🙋🏻‍♀️, du auch?), das wird dir allerdings nicht viel bringen, außer schlechter Stimmung. Versuche es stattdessen voll und ganz als gegeben hinzunehmen und schau wie sich das im Vergleich anfühlt.
In der Akzeptanz sind wir frei von Wut und Groll und sonstigen negativen Emotionen und stattdessen voll in unserer Energie. Je öfter das in solch kleinen und banalen Situationen gelingt, umso einfacher ist es, diese Lebenshaltung in stressige Momente zu transportieren.
Übrigens: genau solche Geisteshaltungen lassen sich wunderbar in einem pferdegestützten Coaching erfühlen. Das Pferd schafft es mit seiner heilsamen Art uns immer wieder ins Hier und Jetzt zu holen und uns dabei liebevoll konsequent in unsere Kraft zu bringen.

 

Die Macht deines Mindsets ⭐️
Beispiel: dein Pferd hat sich verletzt und steht auf drei Beinen im Stall. Kannst du es ändern? Nein. In dem Moment, wenn du akzeptierst, dass es Jetzt nunmal so ist, kannst du viel schneller ins sinnvolle Handeln kommen, anstatt deine Energie mit dem Ärgern und den Gedanken „was hätte wäre wenn“ zu verschwenden. Ein Pferd kann nicht verstehen, wieso du dir Sorgen machst und diese -für das Pferd- komische und negative Ausstrahlung hast. Eventuell fühlt es sich dann direkt noch schlechter. Viel schöner ist eine „ach Mensch, das ist ja doof gelaufen. Zeig mal her, ich schau es mir an und gucke, was wir tun können“ Einstellung. So transportierst du die nötige Leichtigkeit und musst dich dennoch nicht verstellen. Dasselbe gilt natürlich auch beim reiten oder generell im Umgang mit dem Pferd. Wenn eine Lektion noch nicht so klappt wie du dir das wünschst, nimm es zur Kenntnis, aber ärgere dich nicht. Lernt es stattdessen gemeinsam, bilde dich fort, nimm Unterricht. Veränderung findet entweder durch große Ziele oder große Schmerzen statt.
Pferde kommen mit unterdrückten Gefühlen sehr schlecht zurecht, du darfst also fühlen was du fühlst, versuche dabei jedoch nicht am negativen anzuhaften. Denn genau das Unterdrücken und Verdrängen und nicht die eigentliche Emotion an sich kann uns und unsere Tiere krank machen. Wusstest du, dass eine aktiv gefühlte Emotion nach 45sek abflaut? Wenn sie jedoch unterdrückt wird, kann sie uns Jahre (!) beschäftigen und immer wieder triggern. eine Emotion, wenn sie aktiv gefühlt und durch den Körper durchgelassen wird, nur ca. 45sek anhält und danach abflaut. Wird sie jedoch unterdrückt, weggeschoben oder ignoriert, kann sie sich als negative Energie im Körper ansammeln und wird zunächst bildlich gesprochen „eingelagert“ bzw. im Gewebe gespeichert (bevor sie sich teilweise Jahre später wieder meldet).


Welche Emotion wandert nun in welche Körperregionen? Das folgende Wissen stammt hauptsächlich aus der chinesischen Medizin und wurde über Jahrhunderte gesammelt und beobachtet. Sogar manche Sprichwörter zeigen uns den Zusammenhang auf, zum Beispiel: „Das bereitet mir Kopfzerbrechen“, oder „das geht mir an die Nieren“.
Es werden in der TCM insgesamt sieben krankmachende Emotionen unterschieden.

• Lust/ übermäßige Freude: hat einen engen Bezug zum Herz und kann hier zu Problemen führen.
• Erregung (Aggressivität/ Wut): wird der Leber zugeordnet.
• Sorge: beeinträchtigt besonders Lunge, Milz und Pankreas.
• Grübeln, schwächt den Magen, Milz und Pankreas.
• Trauer: beeinflusst die Lunge.
• Furcht/ Angst: hat eine negative Auswirkung auf die Niere.
• Schrecken: wird dem Herz und der Niere zugeordnet.
Andersherum kann eine organische Schwäche auch die zugehörige Emotion auslösen oder verstärken (zum Beispiel lassen sich bei Leberproblemen auch vermehrt aggressive Gefühlsausbrüche beobachten).

 

Wie finde ich heraus, ob mein Tier unverarbeitete Emotionen in seinem Körper gespeichert hat?

Ein in dieser Materie erfahrender Therapeut entdeckt Hinweise darauf bereits in der Anamnese und wird eventuell nachhaken (so handhabe ich es). Zusätzlich können wiederkehrende (untypische) Symptome ein Indikator dafür sein, dass die entsprechenden und zugehörigen Emotionen nicht entdeckt und gelöst wurden. Bei Lungenproblemen lohnt zum Beispiel ein Blick auf Traumata/ Verluste, bei Leberproblemen auf Aggressionen oder Unterdrückung in der Vergangenheit des Tieres (oder Besitzers!) usw.
Auch schwer behandelbare Verspannungen oder depressiv wirkende Pferde können blockierte Emotionen mit sich tragen.
Wege um diese Emotionen zu lösen können sein: Arbeiten mit dem Emotion Code (eventuell kommt dazu ein eigener Beitrag), Schwingungstherapie (Rostock Essenzen, Bachblüten etc.), ätherische Öle, Tierkommunkation und auch die Behandlung des Gewebes selbst (im Falle von Muskeln und Faszien zum Beispiel) trägt zur Lösung bei. Der wichtigste und erste Schritt ist und bleibt jedoch das Erkennen. Im Kontext des pferdegestützten Coachings sind es die Pferde, die versteckte und unterdrückte Emotionen beim Menschen aufdecken und transformieren. Im Idealfall geschieht für maximalen gesundheitlichen Erfolg beides, die Arbeit am (an den Emotionen des) Pferd und die am (an den Emotionen des) zugehörigen Menschen. ⭐️

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